Zwillinge
Home
INTERAKTIV Babygalerie Flohmarkt Forum
INFORMATIV
Schwangerschaft
Geburt
Alltag mit Zwillingen
Reisen und Freizeit
Zwillinge Spezial
Zwillinge von A-Z
Links
Webfamilie.at

Zwillinge Kontakt Kontakt
Zwillinge weiterempfehlen Weiterempfehlen

Derzeit 44 User online.

 

 

Zwillinge und ihre Identität
2002-09-26
 
In der Kindheit orientieren sich viele Zwillinge sehr stark aneinander, doch im Laufe der Jahre gelingt es den meisten, ohne Schwierigkeiten ihre eigene Persönlichkeit zu entdecken. Eltern können dennoch zu einer möglichst frühen Identitätsfindung ihrer Kinder beitragen, das beginnt schon bei der Vermeidung von Sammelbegriffen wie „Zwillinge“ oder „die Zwei“. Auch gelegentliche separate Aktivitäten unterstützen das Bedürfnis nach Privatsphäre bei den Zwillingskindern.

Besonders schwierig: eineiige Zwillinge

Selbst bei eineiigen Zwillingen werden im Laufe der Zeit eine Menge Unterschiede im Wesen der Zwillinge offenkundig. Trotzdem sollten Eltern und Erzieher nie versuchen, Charaktereigenschaften der Kinder zu kategorisieren. Besonders eineiige Zwillinge scheinen ihre Eltern oft zum Narren zu halten, weil sie von einem Tag auf den anderen ihre Verhaltensweisen "austauschen". Auch das Fördern individueller Neigungen und Talente unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung von Zwillingen. Oft lässt sich schon im zarten Alter von einundeinhalb Jahren erkennen, ob ein Kind mehr sprachlich begabt ist, während beim anderen eher das sportliche Talent im Vordergrund steht.

Zwillingseltern müssen sich selbst dazu erziehen, in den beiden gleichaltrigen - und vielen Dingen ähnlichen – Kindern zwei Individuen zu sehen, die ihr eigenes Entwicklungstempo, eigene Begabungen und eigene Wesensmerkmale haben. Ständige Vergleiche, besonders in Anwesenheit der Zwillinge, schaden oft mehr als sie nützen. Das ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn ein Zwillingskind ungeschickter, weniger aufgeschlossen oder einfach schwieriger als das andere ist, da es das Selbstvertrauen dieses Kindes sehr schwächen kann, wenn immer nur von den (angeblichen) Vorzügen des Geschwisters geredet wird.

Schon im Kindergartenalter ist es wichtig, dass jedes Kind seinen eigenen Freundeskreis aufbaut. Zwillinge neigen nämlich oft dazu, Freundschaften gemeinsam zu "benutzen" und verabsäumen dabei, eine Beziehung ohne den anderen anzuknüpfen. „ Wann dürfen „unsere“ Freundinnen einmal kommen“, fragten mich meine Zwillingsmädchen neulich. Nachdem sie ein halbes Jahr im Kindergarten waren, erzählten sie mir eines Tages ganz stolz, dass jede bei einem Spaziergang mit einem anderen Mädchen aus der Gruppe Hand in Hand gegangen wäre. Ich war zuerst ein bisschen verwundert, denn ich hatte eigentlich den Eindruck, die beiden hätten sich in der Gruppe gut integriert. Die Kindergärtnerin erzählte mir jedoch, dass sie bei bestimmten „Ritualen“ wie bei der gemeinsamen Jause oder beim Weggehen immer zu zweit wären, obwohl sie sonst den ganzen Vormittag auch mit anderen Kindern spielen. Ich bin mir selbst oft nicht im Klaren, ob ihre innige Beziehung zueinander einmal nachteilige Folgen für Beziehungen zu anderen Menschen haben kann. Doch momentan sehe ich nur Positives darin, daher gibt es für mich keinen Grund zu trennen, was von Anfang an zusammen war.

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

 

© 2002-2003 by Zwillinge.at

Artikel
Zwillinge und ihre Identität


Werbung

druckfreundliche Version

Artikelbewertung
Aktuelle Note: 1.7

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

sehr gut
gut
es geht
nicht schlecht
gefällt mir nicht