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Hilfe für kleine und große Rotznasen
2002-10-01, von Sigrun Rux
 Sigrun Rux
Info zum Autor 
Erkältung beim KindIhr kleiner Schatz verkriecht sich auf einmal mit seinem Lieblingsstofftier auf das Sofa und verweigert sein Lieblingsessen ? Das Fieberthermometer gibt zunächst einmal Auskunft, ob sich da eine Erkältung oder gar eine Virusinfektion anbahnt.

Bei Kindern spricht man eigentlich erst von Fieber, wenn die Quecksilbersäule über 37,8 Grad hinaufklettert, darunter ist es ein sehr unsicheres Krankheitszeichen. Kinder erreichen schell eine Körpertemperatur bis 38 Grad, wenn sie sich anstrengen oder sehr warm angezogen sind. Auch wenn sich die Kleinen gar nicht immer gleich so krank fühlen, sollte man ihren Zustand ernst nehmen. Steigt die Temperatur über 39 Grad - bei Neigung zu Fieberkrämpfen auch schon bei 38 Grad - ist ein Arztbesuch unbedingt angezeigt. Das gilt auch, wenn das Fieber länger als drei Tage anhält.

Was tun, wenn Kinder fiebern:

  • Das Kind soll zwar nicht auskühlen, aber genauso muss man einen Hitzestau vermeiden. Lüften Sie daher ab und zu ordentlich. Den kleinen Patienten vorher ordentlich "einpacken".
  • Sehr wirkungsvoll, wenn auch etwas aufwendig sind die altbewährten "Essigpatscherl": Essig mit Wasser verdünnen, Tücher darin tränken und um die Waden wickeln, darüber kommt ein trockenes Handtuch. Alle zehn Minuten werden die Tücher neu auflegt. Kind warm einpacken und das Ganze mehrmals wiederholen
  • Lindenblüten - und Holunderblütentee wirken ebenfalls fiebersenkend und unterstützen die natürliche Abwehrreaktion.
  • Homöopathie: als wahres Wundermittel gilt Belladonna D30 bei hohem Fieber und heißem Kopf. Als Anfangsmittel bei ansteigendem Fieber wird oft Aconitum D 30 empfohlen.

  • Schulmedizinische Mittel zur Fiebersenkung werden vor allem in Zäpfchenform verabreicht. Sollte das Junior gar nicht behagen, kann auch ein Sirup eingenommen werden.

Schnupfen, Husten & Co

Gerade im Kleinkindalter bis zum Eintritt in die Schule lassen sich auch harmlose Erkältungskrankheiten kaum vermeiden. Leidgeprüfte Eltern kennen das: rote, verstopfte Nasen, Hustenreiz, bis hin zur Bronchitis sorgen oft wochenlang für schlaflose Nächte. Bei anfälligen Kindern besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich aus einem normalen Schnupfen eine Mittelohrentzündung entwickelt. Wenn nämlich die Tuben (die Verbindung zwischen Ohr und Rachen) verstopft sind, können sich Bakterien im Ohr ansammeln und eine schmerzhafte Entzündung auslösen. Um das Übel an der (Nasen)Wurzel anzupacken, muss also zunächst der zähflüssige Nasenschleim gelöst und die Entzündung (mit gut verträglichen Medikamenten) gelindert werden.

Frische Luft und genug Feuchtigkeit in den Wohnräumen sind gut für die Atemwege. Inhalationen mit Kamillenextrak sind ebenfalls geeignet, den Nasen-Rachenbereich frei zu halten. Bei Babys und Kleinkindern bewährt sich das Eintropfen von Kochsalzlösung in die Nase. Nicht auf reichlich Trinken vergessen. Bei zugeschwollener Nase können Nasensprays helfen, wieder frei durchzuatmen.

Husten tritt bei Kindern viel häufiger als bei Erwachsenen auf. So gelten bei Kindergarten- und Schulkindern bis zu acht Atemwegsinfekte pro Jahr als völlig normal, erklären Haus – und Kinderärzte unisono. Die erhöhte Ansteckungsgefahr im Kleinkind- und Kindergartenalter hängt mit dem noch nicht voll entwickelten Immunsystem zusammen. Trotzdem kein Grund, bei Hustenkrankheiten selbst "herumzudoktoren". Lieber gleich zum Arzt/Ärztin, denn hinter einem scheinbar harmlosen Husten könnte sich eine Bronchitis oder eine gefährliche Lungenentzündung verbergen. Hustentee ( Thymianblätter, Spitzwegerich, Eibischblätter,-und -wurzel, Anis ) versprechen zwar gute Besserung, allerdings scheitert es bei den Mini-Patienten oft daran, dass sie den Tee nicht gerne mögen.

Versuchen Sie einen heißen Kartoffelwickel: Dazu legt man auf ein Handtuch ein dünnes Baumwolltuch, streicht warme zerdrückte Kartoffel darauf und schlägt sie in das Tuch ein. Der Wickel (Vorsicht, dass er nicht zu heiß ist) wird um den Oberkörper gelegt und bleibt dort etwa 20 Minuten. Auch hier gilt die goldene Regel für Erkältungskrankheiten: Atemwege möglichst feucht halten. Das geschieht am besten durch Inhalieren.

Großmutters Methode, den Kopf mit einem übergeworfenen Handtuch über einen Topf mit heißem Wasser zu halten und den Dampf einzuatmen, wird von den Kids meistens nur widerwillig akzeptiert, aber zum Glück gibt es auch verschiedene Inhalationsgeräte, die oft vom Arzt verordnet werden. Zur vorbeugenden Behandlung und obendrein sehr anwenderfreundlich ist ein elektrisch betriebener Inhalationsapparat („Pariboy“). Die eingefüllte Kochsalzlösung verdampft als feuchter Sprühnebel und wird auch von den Kleinen mühelos eingeatmet. Bei verengten Bronchien können Medikamente in Tropfenform dazugemischt werden.

Tut auch der kleine Hals weh, können bewährte Hausmittel wie Honigmilch ebenso helfen wie Gurgeln mit Kamillen - bzw. Salbeitee. Ein altes Hausmittel ist der kalte Halswickel. Ein Tuch wird mit kaltem Wasser getränkt, um den Hals gelegt, und ein trocknes Tuch darüber. Warm zudecken. Der Wickel soll erst abgenommen werden, wenn er sich nicht mehr kalt anfühlt. Bei Kleinkindern sollten Sie keine ätherischen Öle verwenden. Besser geeignet sind Lutschtabletten für Kinder. Durch das Lutschen wird nämlich zusätzlich der Speichelfluss angeregt, dies befeuchtet die Schleimhäute und lindert die Beschwerden. Bei sehr starken Halsschmerzen kann der Arzt/Ärztin schmerzstillende oder entzündungshemmende Medikamente verschreiben.

Fieberhafte Erkältungskrankheiten kuriert man am besten mit Bettruhe aus. Wie bringt man aber die kleinen Wilden dazu ? Mit einem lustigen Zeichentrickvideo lässt sich der kranke Sprössling vielleicht doch einmal eine Zeit lang im warmen Bett halten. Noch besser: Sie nehmen sich die Zeit und erzählen ein paar schöne Geschichten oder hören einfach nur zu. Auch Zuwendung ist wichtig für einen schnellen Heilungsprozess.

So können Sie vorbeugen:

  • Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen stärken das Immunsystem
  • Auch Saunabesuche oder ein heißes Dampfbad mobilisieren die Abwehrkräfte
  • Frisches Obst und Gemüse (auch gepresst als Saft) sind hervorragende Vitaminlieferanten.
  • Fragen Sie in der Apotheke nach einer Aufbaukur mit Pflanzenextrakten (z.B. Echinacea), die das Immunsystem stabiler machen.
  • Sorgen Sie in Räumen mit trockener Heizungsluft für ausreichende Befeuchtung (Luftbefeuchter oder feuchte Tücher )
  • Echte ätherische Duftöle (Eukalyptus und Latschenkiefer) tun gut. Die unechten (synthetischen) Duftaromen können hingegen besonders bei Kindern zu Reizungen der Atemwege oder sogar zu Allergien führen)
  • Verzichten Sie - wenigstens Ihren Kindern zuliebe – auf das Rauchen in Wohnräumen !

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