Zwillinge
Home
INTERAKTIV Babygalerie Flohmarkt Forum
INFORMATIV
Schwangerschaft
Geburt
Alltag mit Zwillingen
Reisen und Freizeit
Zwillinge Spezial
Zwillinge von A-Z
Links
Webfamilie.at

Zwillinge Kontakt Kontakt
Zwillinge weiterempfehlen Weiterempfehlen

Derzeit 7 User online.

 

 

Kind im Krankenhaus
2002-11-13, von Sigrun Rux
 Sigrun Rux
Info zum Autor 
Kind im KrankenhausNoch vor etwa zehn Jahren mussten Eltern einen bürokratischen und finanziellen Hürdenlauf in Kauf nehmen, wenn sie ihr krankes Kind nicht allein im Spital lassen wollten. Nicht selten schickte man eine Mutter nach Hause, auch wenn es dabei oft auf beiden Seiten Tränen gab. Glücklicherweise beweisen viele Ärzte und Krankenschwestern mittlerweile etwas mehr Feingefühl für diese Situation. Aber immer noch stößt die Mitaufnahme eines Elternteils aufgrund mangelnder mutter-kind-gerechter Einrichtungen in Österreichs Spitälern häufig auf Schwierigkeiten.

„Der Bedarf ist vor allem bei Kindern bis zum Schulalter sehr groß“, weiß Maria Fiedler, Oberschwester im Preyer’schen Kinderspital in Wien, „Aber leider sind die Möglichkeiten in den meisten Spitälern eingeschränkt“. Die meisten Eltern sind schon dankbar, wenn sie auf einem Klappbett neben ihrem Kind bleiben dürfen, denn alle, die diese schmerzliche Erfahrung schon einmal gemacht haben, wissen, dass die Trennung von der vertrauten Bezugsperson über Nacht für ein Kind oft noch schmerzvoller ist als die Krankheit selbst.

Trennungsschmerz oder kostspieliges Klappbett

Zusatzversicherung für KinderBleibt ein Kind für längere Zeit im Spital oder ist aufgrund einer chronischen Krankheit zu einem häufigen Krankenhausaufenthalt gezwungen, kommt zu den Sorgen auch noch ein erheblicher Kostenfaktor zum Tragen. Obwohl in den letzten Jahren eine deutliche Senkung der Spitalskosten erreicht werden konnte, sind die Gebühren für die Mitaufnahme von Begleitpersonen immer noch recht unterschiedlich. Im LHK Linz etwa wird für ein Begleitbett und Vollpension 5 Euro verrechnet, im Krankenhaus im Amstetten zahlen Angehörige 60 Euro täglich.

Spitalsaufenthalte und Arztkosten werden grundsätzlich im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung gedeckt, die Frage ist nur, ob es darüber hinaus nicht sinnvoll wäre, eine private Zusatzversicherung für das Kind abzuschließen, mit der man sich das Recht auf Begleitmöglichkeit und besonders sorgfältige Behandlung im Krankheitsfall quasi erkauft. Ist der begleitende Elternteil oder das Kind krankenzusatzversichert, trägt nicht nur die Versicherung die Kosten für den gesamten Spitalsaufenthalt, auf den Patienten wartet auch eine Reihe von Zusatzleistungen, die die Zeit im Krankenhaus vielleicht doch etwas versüßen kann.

Kleine Patienten der Luxusklasse

So ist es für viele Eltern beruhigend zu wissen, dass sich ein Oberarzt, wenn nicht sogar der Primar höchstpersönlich, Zeit für den kleinen Patienten aber auch für die Eltern nimmt. Vorteile, die so manche betroffene Eltern zu schätzen wissen. „Zuerst haben wir auch gedacht, eine private Krankenversicherung für ein Kind sei ein unnötiger Luxus “, erzählt eine Mutter aus Klagenfurt, „aber als unsere vierjährige Tochter mit einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus musste, haben wir gemerkt, dass auch bei Kindern gewaltige Unterschiede zwischen Klassepatienten und anderen Kranken gemacht werden“.

Für Eltern ist es wichtig zu wissen, dass sie gemeinsam mit ihrem Kind im Spital bleiben können – zumindest nachts. „Als unser Sohn Martin - mittlerweile zusatzversichert - mit zwei Jahren mit schwerer Bronchitis eine Woche im Spital bleiben musste, durfte ich die ganze Zeit bei ihm bleiben“, erinnert sich die Kärntnerin, „Auch die Ärzte sind ganz anders mit mir umgegangen als bei meiner Tochter Klara.“ Ein „Klassenunterschied“, der vielen Eltern die monatliche Prämie von durchschnittlich 50 Euro wert ist.

Ambulante Tarife

Damit Kinder auf den Status des Privatpatienten nicht verzichten müssen, bieten die Versicherungsgesellschaften vielschichtigen und individuell kombinierbaren Zusatzkrankenversicherungsschutz an. Neben den Leistungen für Sonderklasse im Krankenhaus gibt es auch Zusatzabsicherungen im ambulanten Bereich. Der Leistungsumfang eines sogenannten ambulanten Tarifes inkludiert unter anderem Arzthonorare bei freier Arztwahl, Rückerstattung der Rezeptgebühren, auch homöopathische Medikamente, und verschiedene ambulant durchgeführte Eingriffe und Therapien.

„Rückerstattet wird aber nur ein Teilbetrag, maximal achtzig Prozent der Kosten“, gibt Bernhard Rieder, geschäftsführender Versicherungsmakler in Klosterneuburg zu bedenken, „ deshalb sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Leistungen man überhaupt in Anspruch nehmen möchte.“ „Da die meisten ambulanten Leistungen für Kinder ohnehin von der Krankenkasse übernommen werden, ist es vernünftiger, sich zu überlegen, ob man dem Kind im Fall eines Spitalaufenthalts eine besondere Betreuung ermöglichen möchte“, empfiehlt Herr Rieder.

Kind im SpitalBei den so genannten Sonderklasseversicherungen unterscheidet man prinzipiell zwei Tarifmodelle: mit oder ohne Selbstbehalt, der bei einem Kind zwischen rund 360 Euro und 720 Euro variieren kann. Dementsprechend höher oder geringer ist dann auch die monatliche Prämie. Wenn ein Elternteil bereits zusatzversichert ist, bieten manche Versicherungen für das oder die Kinder günstigere Prämien an. Vorteilig wirkt sich auch das Mitversichern von Kindern aus, wenn man selbst im Genuss einer preiswerten Gruppenversicherung steht, was von einigen Unternehmen für die Mitarbeiter angeboten wird.

Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, sich nicht selbst durch den Dschungel des „Versicherungslateins“ zu schlagen, sondern sich von einem kompetenten Versicherungsmakler beraten zu lassen. Schon alleine deswegen, weil zwischen den Prämien und den einzelnen Leistungen oft gewaltige Unterschiede bestehen.

Kinderbegleitvereine

Glücklicherweise haben aber Initiativen in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Chance auf Unterstützung im Krankheitsfall eines Kindes nicht nur von den diversen Sonder-Klasse-Konditionen abhängt. Zwei Vereine haben sich in Österreich besonders hervorgetan und setzen sich schon lange für die kostenfreie Mitaufnahme eines Elternteils und für die Verbesserung der Situation von Kindern im Krankenhaus ein.

Preiswerter als Krankenzusatzversicherungen bieten die Kinderbegleitvereine MuKi und Kinderbegleitung (KiB) ihre Serviceleistungen an.

Vor allem der Verein MuKi (Mutter und Kind im Krankenhaus) setzt sich im Besonderen für die Mitaufnahme von Bezugspersonen kranker Kinder ein. Obwohl sich die Vereinsziele in manchen Punkten unterscheiden - KiB betreibt hauptsächlich Interessensvertretung, während MuKi eher serviceorientiert ist - kann man die wichtigsten Leistungen auf einen Nenner bringen: Kostenersatz beziehungsweise Zuschuss für die Mitaufnahme einer Begleitperson in ein öffentliches Krankenhaus oder ein Kurzentrum, für Behandlungen und Operationen des Kindes in öffentlichen und privaten Kliniken, auch im Ausland, sowie in Tageskliniken, und für verordnete Therapieaufenthalte von Kindern. Zusätzlich bemühen sich die Vereine um Hauskrankenpflege, etwa wenn noch andere gesunde Kinder versorgt werden müssen, währen die Mutter im Spital ist. Gegen einen geringen monatlichen Mitgliedsbeitrag wird noch eine Menge anderer Serviceleistungen geboten. Dieses Leistungsangebot gilt auch für behinderte und chronisch kranke Kinder.

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

 

© 2002-2003 by Zwillinge.at

Artikel
Finanzielle Unterstützung für Mehrlingseltern
Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es ?
Tipps für den Haushalt
Kind im Krankenhaus


Werbung

auch von diesem/r Autor/in
Eineiig - oder doch nicht ?
Ein unzertrennliches Pärchen ?
Muss man Zwillinge anders erziehen ?

MuKi sorgt für "Mutter und Kind im Krankenhaus", aber auch für Spiel,Spaß und Sicherheit.
www.muki.com

druckfreundliche Version

Artikelbewertung
Aktuelle Note: 1.8

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

sehr gut
gut
es geht
nicht schlecht
gefällt mir nicht