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Zwillinge kommen durchschnittlich drei bis vier Wochen früher auf die Welt als „Einzelkinder“, etwa die Hälfte der Zwillinge wird schon vor der 36. Schwangerschaftswoche geboren. Eine mögliche Ursache dafür ist, dass die Gebärmuttermuskulatur infolge einer Zwillingsschwangerschaft stark beansprucht und dadurch leichter reizbar ist, wodurch die Wehentätigkeit etwas früher ausgelöst wird als bei einer Einlingsschwangerschaft oder dass sich der Muttermund frühzeitig öffnet. Das wiederum wird vermutlich durch die – in einer Mehrlingsschwangerschaft erhöhte - Produktion bestimmter wehenauslösender Hormone verursacht. Ein anderer Grund ist, dass die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr optimal versorgt werden. Bis dahin kann jedoch alles problemlos verlaufen.
Mögliche Symptome, dass sich eine Frühgeburt ankündigt, könnten sein:
Wenn die Gefahr einer Frühgeburt besteht, sollten Sie sich auf alle Fälle schonen und anstrengende Tätigkeiten aber auch Geschlechtsverkehr unterlassen. Ihr Arzt entscheidet, ob besondere Schonung zu Hause ausreichend ist, oder ob Sie in die Klinik eingewiesen werden müssen. Um eine frühzeitige Wehentätigkeit zu verhindern, können wehenhemmende Medikamente oder Beruhigungsmittel, die für die Babys unschädlich sind, verabreicht werden. Das geschieht entweder in Form einer Infusion, wobei Sie im Krankenhaus liegen müssen, oder in weniger schweren Fällen auch in Tablettenform, aber auch hier wird meistens strikte Bettruhe vorgeschrieben. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel ist es möglich, die Öffnung des Muttermundes unter Narkose mit einem Kunststoffverband zu vernähen (Cerclage). Etwa zehn Tage vor dem voraussichtlichen Geburtstermin werden die Fäden gelöst. Es setzen dann üblicherweise einige Tage später die Wehen ein. Nach einem künstlichen Verschluss sollten Sie körperliche Anstrengung vermeiden. Wenn Sie berufstätig sind, bestehen Sie darauf, dass der Arzt Sie krankschreibt. Die meist GynäkologInnen gehen in einer Mehrlingsschwangerschaft aber ohnehin mit Krankschreibungen und vorzeitigem Mutterschutz recht locker um. Beginnt die Wehentätigkeit bereits vor der 34. Schwangerschaftswoche, wird Cortison verabreicht, um die Lungenreife der Ungeborenen zu beschleunigen. Damit soll gewährleistet werden, dass die frühgeborenen Kinder sich einigermaßen gut auf die eigenständige Atmung vorbereiten können. Dank der hochentwickelten Technik auf der Frühgeborenen-Station (neonatologische Station) in modernen, gut ausgerüsteten Krankenhäusern sind die Chancen, dass auch sehr früh geborene unreife Kinder gesund heranwachsen können, schon bei einem Geburtsgewicht von etwa 1500 g sehr gut. Bei Blutungen jeder Art sollten Sie immer sofort den Arzt verständigen! Empfehlen Sie diesen Artikel weiter! © 2002-2003 by Zwillinge.at
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